Während dieses Arbeitsschrittes achtet der Bogenmacher darauf, dass die “Richtung” des Frosches mit der des Kopfes übereinstimmt. Sieht man von oben auf die Stange, soll der Frosch zu gleichen Teilen unter der Stange herausragen, wenn der Kopf die entsprechende Position einnimmt.

Nach diesem Arbeitsgang wird die Stange wieder gehobelt. Dabei werden die Stärken von zunächst 1,0 mm Übermaß auf 0,4 mm Übermaß an jeder Stelle der Stange heruntergearbeitet. Dabei arbeitet der Bogenmacher von hinten nach vorne in langen Hobelzügen. Dazu wird die schon gebogene Stange, bei sechs der acht Flächen, wieder bis zur Hobelsohle durchgedrückt. Dies erfordert Kraft und Geschick, erlaubt aber auch einen sehr gleichmäßigen Hobelzug. Die Stärkenverteilung der Stange richtet sich nach den Eigenschaften des Holzes. Aus den Parametern Gewicht, Festigkeit und Gleichgewichtspunkt müssen die optimalen Spieleigenschaften des Bogens herausgearbeitet werden. Hierbei spielen neben den Möglichkeiten des für diesen Bogen gewählten Materials die Wünsche des Musikers eine besondere Rolle. Hier kann der Bogenmacher im Zusammenspiel mit der Biegung speziell beeinflussen, welche Spieleigenschaften der Bogen haben soll und welche Klangvorstellungen des Musikers verwirklicht werden sollen.

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